Die Tücken des Mindestlohns

Der Mindestlohn hilft weder der Wirtschaft noch den Arbeitnehmern

Jahrelang wurde nun also um die Einführung eines Mindestlohns in Deutschland gestritten, der seit dem 1. Januar 2015 einigen Teilen der Arbeitnehmer hierzulande ein kleines Plus ihn der Lohntüre bringen sollte. Die Sache hat nur einen Haken. Es ist eine Milchmädchenrechnung, die für viele Unternehmen ein großes Problem darstellt und den Menschen, die diesen Mindestlohn erhalten, nur selten weiterhilft.

Die Armut in Deutschland und ein zu niedriger Regelsatz

Tariffreiheit

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Deutschland ist ein Land, in dem Millionen von Menschen das sind, was man Aufstocker nennt. Vor allen Dingen Familien mit Kindern sind in diesem Land nur noch selten in der Position, ihr Einkommen nicht durch ergänzende Leistungen der Jobcenter aufstocken zu müssen. Wer glaubt, dass ein Lohn von unter 1.400 Euro einem Familienvater hilft, die Lage seiner Familie zu verbessern, auch wenn nur ein oder zwei Kinder da sind, der irrt sich. Selbst wenn die Mutter noch einen Teilzeitjob ausübt und auch einen Mindestlohn bekommt, wird das diese Familie nicht davon weg bringen, ihr Einkommen mit ALG II aufstocken zu müssen. Trägt eines der Kinder in den Sommerferien auch nur Zeitungen aus, bekommt es nichts davon, denn dieses kleine Taschengeld wird von den Jobcentern gegengerechnet und wer es nicht angibt, um den Kindern nicht die letzte Motivation zu nehmen, muss damit rechnen, im Gefängnis zu landen. Selbst Paare, von denen nicht alle beide Vollzeit arbeiten, kommen durch den Mindestlohn nicht vom Jobcenter und dem Aufstocken weg. Das kann nur eine Einzelperson schaffen, die aber dennoch finanziell nicht viel besser da steht als vorher auch.

Fazit: Der Mindestlohn verbessert nicht die Kaufkraft

Da die Menschen von der Einführung des Mindestlohns nichts haben, weil ihnen nur eine erhebliche Anhebung der Regelsätze in Deutschland oder zusätzlich eine Anhebung der Freibeträge bei Arbeit und eine Verbesserung der Absetzbarkeit von Werbungskosten helfen würde, wird es auch nach der Einführung des Mindestlohns von dieser Bevölkerungsgruppe nicht mehr Kaufkraft für die Wirtschaft geben. Das Portemonnaie bleibt leer, und bei den Menschen, wo das so ist, ist kein Umsatz zu machen.

Nicht jedes Unternehmen kann den Mindestlohn bezahlen

Um den Mindestlohn für eine Arbeitskraft bezahlen zu können, muss eine Firma auch genug Gewinne machen. Die Konkurrenz in unserem Staat ist aber hart. Sehr viele Firmengründer, die oft gerade deshalb, weil sie vorher arbeitslos waren, den Sprung ins kalte Wasser wagen, schaffen gar nicht erst den Start. Nach Einführung des Mindestlohns wird es vielen noch schwerer fallen, denn für eine Firma, die heute schon damit zu tun hat, gegen die Konkurrenz zu verlieren, kann ein Mindestlohn für die Mitarbeiter das endgültige Aus bedeuten.

Umdenken wäre nötig

Es gibt Unternehmen in Deutschland, die Riesengewinne machen. Es gibt aber auch viele Unternehmen, bei denen das nicht der Fall ist, und denen schadet der Mindestlohn. Helfen würde Deutschland und auch vielen Betrieben eine Anhebung der Kaufkraft der Bevölkerung, aber die ist nur zu erreichen, wenn endlich die Regelsätze angehoben werden.