Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft

Osteuropa fest im Blick: der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft

Der am 17. Dezember 1952 in Köln gegründete Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft versteht sich als zentrale Interessenvertretung deutscher Unternehmen im östlichen Teil Europas. Seinen Sitz hat er in Berlin. Unter dem Motto „Wandel durch Handel“ zu Zeiten des Kalten Krieges gestartet, trug der Ausschuss wesentlich dazu bei, dass mittlerweile 15 Prozent aller deutschen Exporte nach Osteuropa gehen.

Deutschen Unternehmen, die sich in den betreuten Regionen wirtschaftlich engagieren wollen, dient der Ost-Ausschuss als direkter Ansprechpartner. Er berät und unterstützt sie auf vielfältige Art und Weise. So profitieren die Ratsuchenden unter anderem von einem Netzwerk aus Kontakten zu Behörden, Unternehmen sowie Verbänden im In- und Ausland. Die mit zehn Ausgaben pro Jahr erscheinende Publikation „Ost-Ausschuss Informationen“ stellt darüber hinaus konkret verwertbare, praxisrelevante Informationen zur Verfügung.

Auf der Metaebene agiert der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft an den Schnittstellen von Politik, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Er fungiert als Lobby mit dem Ziel, die Handelsbeziehungen mit Osteuropa auszuweiten und zu intensivieren. Beispiele dafür sind die Organisation von Mittelstandskonferenzen und Parlamentarischen Abenden, die Mitgliedschaft in bilateralen Gremien sowie die Herausgabe von Pressemitteilungen.

Der Ausschuss wird von fünf Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft getragen:

  • Bundesverband der Deutschen Industrie e. V.
  • Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V.
  • Bundesverband deutscher Banken e. V.
  • Außenhandelsvereinigung des Deutschen Einzelhandels e. V.
  • Zentralverband des Deutschen Handwerks e. V.

Laut Satzung können weitere Verbände und Unternehmen beitreten, soweit das Präsidium auf Vorschlag des Vorstands der Bewerbung zustimmt. So waren im Dezember 2012 insgesamt 180 Unternehmen als ordentliches Mitglied eingetragen.