Steuerverschwendung Neubau der Zentrale Bundesnachrichtendienst

2003 wurde der Neubau der BND-Zentrale in Berlin beschlossen. Schon bald wurde vom teuersten Neubau der Bundesrepublik Deutschland gesprochen. Pfusch am Bau und Fehlplanungen ließen die Kosten rasant in die Höhe schnellen. Inzwischen belaufen sich die Schätzungen auf eine Milliarde Euro. Manche Kritiker sprechen bereits von zwei Milliarden. Sicher ist, dass die ursprünglich veranschlagte Summe von 720 Millionen Euro schon längst überschritten wurde. Selbst die Verantwortlichen sprechen in ihrer jüngsten Baukostenschätzung inzwischen von 843 Millionen Euro. Darin sind die Umzugskosten von Pullach nach Berlin allerdings noch nicht enthalten. Für die Kostenexplosion werden neben gestiegenen Rohstoffkosten unter anderem auch unvorhergesehen Verzögerungen und Änderungswünsche als Gründe genannt. Das Bundesamt für Bauwesen sprach in diesem Zusammenhang von Projektänderungen. Doch damit lässt sich nicht alles erklären.

Mehrkosten und Kritik am Sicherheitsmangement

Allein der Einbau des Belüftungssystems verlief längst nicht so glatt, wie ursprünglich geplant. Mehrkosten von über 100 Millionen Euro waren die Folge. Kritik gab es auch am Sicherheitsmanagement, das von einigen der am Bau arbeitenden Firmen als chaotisch bezeichnet wurde. Weil nicht alle Bauarbeiter, wie anfangs geplant, sicherheitsüberprüft werden konnten, wurden 60 BND-Leute zur ständigen Überwachung sensibler Bereiche abgestellt.

Teile des BND verbleiben in Pullach

Sicher ist, dass die Option, den Berliner Neubau durch Grundstücksverkäufe des alten BND-Geländes in Pullach zu finanzieren, entfallen ist. Grund hierfür ist der Entscheid, die Pullacher Niederlassung des BND nicht aufzulösen, sondern lediglich zu verkleinern. Die Reduzierung der Liegenschaft Pullach wird natürlich auch wieder Geld kosten. Wieviel genau, ist noch nicht bekannt.

Der Bezug der neuen Räumlichkeiten war zunächst für 2015 geplant, aber auch dieser Termin wurde bereits auf ein Jahr später verschoben. Bis dahin werden auf die Steuerzahler wohl noch einige Kosten zukommen.

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