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Mittelstands-Chef Ohoven: „Mindestlohn kostet Arbeitsplätze“

Nein zum Mindestlohn

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Als „Jobkiller“ für mittelständische Betriebe bezeichnete Mario Ohoven jüngst die Einführung des Mindestlohnes. Der Präsident des „Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft“ (BVMW) befürchtet in einem Interview mit der „Thüringer Allgemeine“ durch eine überbordende Bürokratie (u. a. Dokumentationspflicht) vor allem erhebliche Mehrkosten für Kleinbetriebe. Weiterlesen

Mittelstandspräsident Mario Ohoven warnt vor Wirtschaftssanktionen gegen Russland

„Jeder neue Dreh an der Sanktionsspirale treibt Russland weiter in die Arme Chinas“, warnte Mario Ohoven im Handelsblatt. Der Präsident des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW) reagierte damit auf die Forderung von Anton Börner, Präsidenten des Handelsverbandes BGA, nach härteren Sanktionen gegen Russland. „Die Ukrainekrise kann nur am Verhandlungstisch gelöst werden“, erklärte Ohoven weiter. Denn für alle ausfallenden westlichen Exporteure springen die Chinesen ein – das gelte nicht nur für das Erdgasgeschäft, sondern auch den deutschen Maschinenbau.
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Kritik an der schwarz-gelben Koalition

Mario Ohoven, Präsident des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW), kritisiert Bunderegierung und spricht somit wohl für einen großen Anteil des Mittelstandes. Die schwarz-gelbe Koalition hat zwar „viel versprochen, aber wenig gehalten“, so Ohoven. Er wirft der Bundesregierung mangelnde Reformkraft vor.

Er fügte außerdem hinzu: „Wesentliche Reformbaustellen liegen brach. Die Wirtschaft wartet beispielsweise noch immer auf ein einfacheres und gerechteres Steuersystem.“

Ohoven kritisierte vielerlei Entscheidungen. Das Betreuungsgeld passe „einfach nicht in die Zeit“, die Abschaffung der Praxisgebühr sei „genau das falsche Signal“. Er mahnte außerdem: „Es wäre besser gewesen, die Kassenbeiträge zu senken. Denn jede Entlastung der Betriebe bei den Lohnzusatzkosten schafft Spielraum für neue Investitionen.“

Auch die Pläne der Union können ihn nicht überzeugen. Er hält nicht viel davon die Renten von Müttern, die vor 1992 Kinder geboren haben, schrittweise zu verbessern. „Die Wahlkampfstrategen der Union tun auch bei diesem Plan so, als gäbe es noch etwas zu verteilen. Wer Mehrbelastungen von bis zu 13 Milliarden Euro im Jahr will, der muss auch sagen, wie das zu finanzieren ist – und zwar ohne Steuererhöhung.“

Alles, was von der Kanzlerin gefordert wird, ist die „Planungssicherheit“

Ohoven warnte und forderte die Kanzlerin zur Planungssicherheit auf: „Solche spontanen Kurswechsel wie in der Energiepolitik oder beim Thema Mindestlöhne zerstören das Vertrauen der Unternehmer in die Verlässlichkeit der Bundesregierung.“

Die „explodierenden Energiepreise“ stellen ein großes Problem für die Klein- und Mittelbetriebe dar. „Bei einem Anstieg der Energiekosten um zehn Prozent bis Ende 2013 werden fast 60 Prozent der Mittelständler die eigenen Produktpreise erhöhen.“ Aus einer Umfrage der Mitgliedsunternehmen geht hervor, dass ein Drittel der Unternehmer Investitionen und Neueinstellungen verschieben werde.

Ohoven warnte zugleich „vor einem erneuten Dreh an der Steuerschraube„. Er sagte: „Das ist Gift für die Konjunktur, zumal das Wachstum im kommenden Jahr mit etwa einem halben Prozent nahezu stagnieren dürfte. Es ist für mich nicht nachvollziehbar, wie Union und SPD vor diesem Hintergrund noch wetteifern, wer größere soziale Wohltaten verspricht.“

Ohoven fordert Mailverbot

Rechtzeitig zum Fest forderte Mario Ohoven, Präsident des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW), Handy-Stillstand für die Weihnachtszeit: „Kluge Arbeitgeber gönnen ihren Mitarbeitern im Sinne des Wortes weihnachtliche Stille. Zwischen Weihnachten und Neujahr gehören Handys, außer in Notfällen, abgeschaltet.“

Normalerweise hat Mario Ohoven, Chef des Mittelstandverbands, bei seinen Vorstößen vor allem die Interessen der Bosse im Blick. Nun aber will er den Arbeitnehmern helfen.

Für viele deutsche Arbeitnehmer ist nach dem Verlassen des Arbeitsplatzes noch lange nicht Feierband. Immer mehr Chefs fordern eine ständige Erreichbarkeit, ganz egal, ob das Privatleben leidet oder eingeschränkt wird.

Es ist nicht das erste Mal, dass sich Ohoven mit eher ungewöhnlichen Vorschlägen zu Wort meldet. Üblicherweise allerdings hatte er bisher vor allem die Interessen der Chefs im Blick. So sprach sich Ohoven bereits für ein totales Rauchverbot am Arbeitsplatz und ein Ende der Raucherpause aus. Auch für zwei Karenztage ohne Lohnzahlung im Krankheitsfall plädierte er. Und während der Finanzkrise rief er die Beschäftigten dazu auf, auf einen Urlaubstag zu verzichten: „Wer einen Urlaubstag opfert, sichert seinen Arbeitsplatz. Und er hilft seinem Betrieb, die Krise besser zu überstehen.“ Fraglich wie gut solche Äußerungen bei den Arbeitnehmern ankommen. Wichtig ist aber, dass Mario Ohoven sich anscheinend sowohl für die Chefs als auch für die Angestellten einsetzt und es versteht in die Rollen der beiden Seiten reinzuschlüpfen.