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Hochwasserschäden

Von einem Hochwasser in Flüssen wird dann gesprochen, wenn der allgemein übliche, also der normale Wasserstand für einen längeren Zeitraum deutlich überschritten wird.  Je nachdem, wie weit das Hochwasser den ansonsten üblichen Pegelstand übersteigt, sind damit weite Überschwemmungen von Ufer und angrenzendem Umland verbunden. Die dadurch entstehenden Sachschäden werden als Hochwasserschäden bezeichnet.

Das Wasser kommt, es fließt wieder ab und hinterlässt buchstäblich katastrophale Schäden. Wenn Äcker, Felder und Wiesen vom Hochwasser betroffen, also überschwemmt  sind, dann ist die bevorstehende Ernte gefährdet beziehungsweise vernichtet. Bei Häusern, Wohnungen und Gebäuden sind die Hochwasserschäden teilweise irreparabel. Mauerwerk und Bausubstanz leiden darunter, Mobiliar und Hausrat sind, je nach Hochwasserschaden, unbrauchbar. Für die Geschädigten stellt sich in dieser Situation   die Frage, ob und wenn, was die Versicherung bezahlt – wenn denn der richtige Versicherungsschutz besteht.

Die einfache, gängige Hausrat- oder Wohngebäudeversicherung schützt nicht vor Hochwasserschäden. Dieses Risiko ist nicht mitversichert. Entweder ist es in der Versicherungspolice als ein Leistungsausschluss genannt, oder es wird nicht näher darauf eingegangen. Der informierte Eigentümer oder Mieter sollte seine Versicherung um eine Elementarversicherung ergänzen. Hochwasser ist einer von mehreren sogenannten Elementarschäden. Das sind Schäden, die durch Natureinwirkungen wie Hochwasser, Überschwemmung, Starkregen oder Schneedruck entstehen. Die Elementarversicherung wird von den Versicherern durchweg mit einer Eigenbeteiligung im dreistelligen Eurobereich angeboten. Die Versicherungshöhe korrespondiert in der Regel mit der Hausrat- beziehungsweise Wohngebäudeversicherung.

Richtig vor Schäden absichern

Hausrat-, Wohngebäude- oder Elementarversicherungen sind freiwillige Versicherungen.  Die Versicherungsgesellschaften können, sie müssen Anträge dazu aber nicht annehmen. Wenn das zu versichernde Objekt in einem Hochwassergebiet liegt und das Risiko für Hochwasser oder Überschwemmungen überdurchschnittlich hoch ist, dann wird   es schwierig bis hin zu unmöglich, eine Versicherungsgesellschaft zu finden, die das Hochwasserrisiko versichert. Das Versicherungsrisiko wäre einerseits zu groß, und andererseits würde der zu zahlende Versicherungsbeitrag unverhältnismäßig hoch sein. Versicherungsgeber und Versicherungsnehmer finden nicht zueinander, es kommt kein Versicherungsvertrag zustande.

Vor diesem Hintergrund lässt sich mancher Hochwasserschaden einfach nicht versichern, auch wenn es der Versicherungsnehmer möchte und das nächste Hochwasser im wahrsten Sinne des Wortes kommen sieht.